Militärhistorisches Museum der Bundeswehr (Dresden)

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Militärhistorisches Museum der Bundeswehr (Dresden)

Beitragvon Redaktion » Mo 12. Jan 2009, 20:51

Der Umbau zieht sich ja hin wie Kaugummi, aber neugierig auf die Neukonzeption darf man sein. Dies Jahr soll es ja feierlich neueröffnet werden. Schlimmer als die Beschriftungen der NVA zu den Exponaten der Kolonialgeschichte dürfte es kaum werden.

Wenn ich allerdings die aktuelle Suchanfrage sehe:

Das Militärhistorische Museum der Bundeswehr sucht namibische Dromedarsattel aus der Kolonialzeit

ahne ich Fürchterliches. Erst im Text wird deutlich, daß keine namibischen Dromedarsattel gesucht werden, sondern deutsche. ;)
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Re: Militärhistorisches Museum der Bundeswehr (Dresden)

Beitragvon Kilimandscharo » Fr 16. Jan 2009, 22:03

Naja, irgendwie passt der "namibische" Kamelsattel ja zu dem das ganze historische Gebäude verschandelnden "Libeskind-Keil", in dem er untergebracht werden soll.

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Re: Militärhistorisches Museum der Bundeswehr (Dresden)

Beitragvon Redaktion » Mi 18. Jan 2012, 17:14

So gestern habe ich mir die neue Ausstellung ansehen können. Das neue Konzept gefällt mir gar nicht. Überhaupt kein chronologischer Überblick über die Heeresgeschichte mehr und nur noch ganz "moderne Blickwinkel" auf Kriege und alles was damit zusammenhängt... :roll: Da war mir der DDR-Murks noch fast lieber.

Aber jetzt ist klar, wofür die den Sattel suchen. Im Rahmen des Bereiches "Tiere im Krieg" haben die auch ein ausgestopftes Dromedar da stehen, mit Beschriftung, daß von Erckert mit solchen Viechern unterwegs war... Dem Tierchen fehlt der Sattel.

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Eine kleine Vitrine im Bereich 1.Weltkrieg über den Kampf um Tsingtau mit einer Uniform und den bekannten japanischen(sic!) Propagandabildern. Der Krieg in DOA wird nur kurz im Begleittext erwähnt.

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Im Bereich "Mode" eine Uniform vom Ritter von Epp, falsch beschriftet als RKB-Unform, obwohl Deutscher Kolonialkriegerbund.


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Gesamtbeurteilung: Wenn man eh da ist, kann man es sich angucken, sonst lohnt die Anreise nicht.
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Re: Militärhistorisches Museum der Bundeswehr (Dresden)

Beitragvon Redaktion » Mo 10. Dez 2012, 07:32

Deutsche Geschichte – auf die Spitze getrieben

Das neu gestaltete Militärhistorische Museum in Dresden besticht durch seine kühne Architektur von Daniel Libeskind und durch seine kluge Didaktik. Unser Autor hat sich die Ausstellung angesehen. Von Marko Martin

Klassische Stein- und Ornament-Fassade und in ihrer Mitte eine Keilspitze aus Hunderten Aluteilen: In dieser avancierten Kombination präsentiert sich schon von Weitem das auf einem Hügel der sogenannten Albertstadt gelegene, im Oktober 2011 eröffnete Militärhistorische Museum von Dresden.

Im 19. Jahrhundert hatte sich hier Europas größter Kasernenkomplex befunden, ehe das lang gestreckte Gebäude mit dem eindrucksvollen Portal von wechselnden Regimes als Museum, sprich als Ort militärischer Selbstdarstellung genutzt wurde: Königlich-sächsische Armee, Reichswehr, Wehrmacht, NVA.

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