Wolfgang Reith "Die Kaiserlichen Schutztruppen"

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Wolfgang Reith "Die Kaiserlichen Schutztruppen"

Beitragvon Redaktion » Mo 4. Dez 2017, 21:25

Da die deutschen Kolonien von Anfang an die Bezeichnung „Schutzgebiete“ trugen, nannte man die Ordnungskräfte übereinstimmend „Schutztruppen“.
Als diese ab 1891 offiziell in staatliche Trägerschaft übergingen, erfolgte ihre Umbenennung in „Kaiserliche Schutztruppen“. Sie bildeten nun neben dem
Landheer des Deutschen Reiches, das sich aus den Armeen der Königreiche Preußen, Bayern, Sachsen und Württemberg zusammensetzte, sowie der von
Beginn an „Kaiserlichen“ Marine, eine dritte deutsche Teilstreitkraft, welche als Reichstruppe dem Kaiser direkt unterstellt war.
Anfänglich blieben die Schutztruppen organisatorisch noch mit dem Reichsmarineamt verbunden, danach waren – unter dem Reichskanzler – das Auswärtige
Amt, später das neugeschaffene Reichskolonialamt, somit reine Zivilbehörden für sie zuständig - in der damaligen Zeit eine absolute Seltenheit. Schutztruppen traten nur in den genannten drei großen Kolonien auf - in den übrigen Schutzgebieten standen lediglich kleine Polizeitruppen zur Verfügung.
Das vorliegende Buch bietet erstmals eine Gesamtdarstellung dieser in der deutschen Geschichte einzigen, drei knappe Jahrzehnte währenden Kolonialstreitkräfte.
Die Ausführungen werden neben Aufbau, Organisation, Gliederung und Kommandostruktur der Truppen ergänzt durch umfassende Stellenbesetzungen, sowie Kurzbiographien der meisten zivilen und militärischen Funktionsstelleninhaber der Kaiserlichen Schutztruppen.


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Re: Wolfgang Reith "Die Kaiserlichen Schutztruppen"

Beitragvon Redaktion » Fr 2. Mär 2018, 16:27

Ich habe das Buch durch. Dickes Lob und Anerkennung. Da hat der Autor eine großartige Datensammlung geschaffen, die hoffentlich lange als wertvolles Nachschlagewerk geschätzt werden wird. Danke für das Buch, das bei jedem, der sich ernsthaft mit Schutztruppe beschäftigt, in den Bücherschrank gehört.

Besonders die umfangreiche Biografien-Sammlung finde ich bemerkenswert. Haben so die vielen tapferen und aufrechten Männer zumindest hier ihre verdiente Würdigung erfahren, nachdem der „ewige Dank des Vaterlandes“ längst erledigt ist und sich inzwischen regelmäßig ins Gegenteil verdreht hat.
Da fällt mir der Begriff des „Fremdschämens“ ein...
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